Ludger Hoffmann (2016³)
Deutsche Grammatik
Grundlagen für Lehrerausbildung, Schule, Deutsch als Zweitsprache und Deutsch als Fremdsprache

Berlin: Erich Schmidt Verlag

(dritte, neu bearbeitete und erweiterte Auflage 2016)

647 S.

ISBN 978-3-503-17052-4

29,80 €

 

„Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern Kunst macht sichtbar.“
Paul Klee (1920) Schöpferische Konfession

 

 

Rezensionen zur zweiten Auflage:
Rezensionvon Almut Vierhufe (literaturkritik.de)
Rezension von Torsten Leuschner, in: Germanistische Mitteilungen 41/2-2015

Rezensionen zur ersten Auflage:
Rezension
von Torsten Mengen (literaturkritik.de)
Rezension von Maik Walter (Scenario)
Rezension von Winfried Thielmann (Zielsprache Deutsch, 3/2013)
Rezension von Zeynep Kalkavan (Deutsch differenziert, Jg. 2/2013)
Rezension von Horst Sitta (Deutsch als Fremdsprache 1/2014)
Rezension von Wolfgang Boettcher (Didaktik Deutsch, 19.36/2014)


In Kürze

Dies ist eine Grammatik für alle, die Deutsch unterrichten, für die Lehrerausbildung und für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache. Sie ist unter der Perspektive der Vermittlung geschrieben: Was sollten Lehrende und Lernende über Sprache wissen? Diese Grammatik liefert das Wissen, das man für diese Aufgaben braucht. Die grammatischen Phänomene werden in ihrer Sachlogik dargestellt und in eine didaktisch begründete Abfolge gebracht. Ausführlich behandelt werden Bereiche, die erfahrungsgemäß Lernern Probleme bereiten, z.B. Artikelgebrauch und Präpositionen. Die Grammatik lässt ein Bild des Deutschen entstehen. Sie stellt sich der Sprachwirklichkeit und arbeitet mit überwiegend authentischen Gesprächs- und Textbeispielen. Sie zeigt auch, wie Grammatik beim Verstehen literarischer Texte helfen kann. Die sprachliche Reflexion wird auch durch den Einbezug anderer Sprachen gestützt. Seit der ersten Auflage hat sich die Grammatik in der Lehre bewährt. Die dritte Auflage enthält Ergänzungen und Veränderungen im Blick auf den aktuellen Stand der Forschung. Neu ist ein Kapitel, in dem die Interpunktion als grammatisches Mittel dargestellt ist.

> Inhaltsverzeichnis der Grammatik als pdf

> Zum Konzept des Funktionalen Grammatikunterrichts im Unterricht (pdf)

> Forschungsfeld: Funktionale Grammatik

 


Das Buch folgt wie der funktionale Grammatikunterricht didaktischen Pfaden. Prinzip eines didaktischen Pfades ist es, von funktional eigenständigen Formen auszugehen und ihre Funktionsweise und den Formenaufbau zu erklären. Betrachtet man die Nominalgruppe, sind nur Eigennamen eigenständig, ansonsten muss man bei der Nominalgruppe aus Artikel und Nomen ansetzen, die dann später erst in ihre Teile zerlegt wird.
Eigenständig ist auch die Personaldeixis (ich, du, wir), deren Funktionsweise auf der Prozedur des Zeigens beruht (Funktion: Der Hörer synchronisiert sich mit dem Zeigprozess des Sprechers und orientiert sich im Nah- oder Fenbereich, bei ich auf den Sprecher, du auf den Hörer, wir auf eine Sprechergruppe. Eigenstäntig ist ferner die Anapher (er, sie es), die eine operative (auf die Sprachverarbeitung des Hörers bezogene Prozedur realisiert (Funktion: Behalte die Orientierung auf den präsenten Gegenstand G bei).
Ein didaktischer Pfad basiert auf der Logik sprachlicher Mittel wie auf einer sinnvollen Auswahl für die Lerngruppe. Er beschreibt eine didaktisch wie sachlogisch begründbare Abfolge grammatischer Gegenstände. Einbezogen ist, was wir über Sprachaneignung in der Erstsprache und Zweitsprache wissen. Voraussetzung ist, dass der Zugang zur Grammatik immer systembezogen sein muss, d.h. die Anschlussstellen an benachbarte Mittel des Sprachsystems müssen stets einbezogen sein.

Beispiel: Didaktischer Pfad: Gegenstände formulieren

 

> Errata / Druckfehler (1. Auflage 2013)