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Krankheit verstehen.
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Die Themen Krankheit und Gesundheit begleiten unser Leben; sie begegnen uns als Gesprächsthemen in vielfältigen Zusammenhängen: in Familie und Freundeskreis, in Arztpraxis und Krankenhaus, in den Medien und in der Literatur. Die Beiträge dieses Bandes untersuchen aus der Perspektive verschiedener Disziplinen (Linguistik, Medizin, Psychotherapie, Soziologie, Literaturwissenschaft), wie Krankheitsverläufe und Krankheitserscheinungen, z.B. Schmerzen oder Anfälle, sprachlich dargestellt werden, wie krankheitsbezogenes Wissen und subjektives Erleben vermittelt werden und welches Bild von Gesundheit dabei zugleich aufgebaut wird. Im Einzelnen geht es z.B. um Metaphern und andere Formen der Veranschaulichung, um alternative Medizinformen und um mediale Inszenierungen. Insgesamt wird das Bemühen deutlich, durch genaues Beobachten und Hinhören Krankheit besser zu verstehen.
Gisela Brünner / Elisabeth Gülich Einleitung | 7 |
Gisela Brünner / Elisabeth Gülich Verfahren der Veranschaulichung in der Experten-Laien-Kommunikation | 17 |
Volker Surmann "Wenn der Anfall kommt". Bildhafte Ausdrücke und metaphorische Konzepte im Sprechen anfallskranker Menschen | 95 |
Ingrid Furchner "keine absence gleicht der anderen". Die Darstellung von Bewusstseinslücken in Anfallsbeschreibungen | 121 |
Gunnar Stollberg Heterodoxe Medizin, Weltgesellschaft und Globalisierung: Asiastische Medizinformen in Westeuropa | 143 |
Martin Konitzer / Wiebke Schemm / Nahid Freudenberg / Gisela C. Fischer Funktion und Bedeutung der Metapher in der Homöopathie | 159 |
Mechthilde Kütemeyer Metaphorik in der Schmerzbeschreibung | 191 |
Johanna Lalouschek Nimmermüde - immer müde? Zur kulturellen Symptomatik und medialen Präsentation des Chronischen Erschöpfungssyndroms | 209 |
Wiebke Schemm Wie mächtig sind Metaphern? Von metaphorischen Wechselwirkungen oder der Kunst des Stöhnens | 235 |
Martin B. Buchholz Metaphern im therapeutischen Kontakt. Qualitative Ergebnisse einer triadischen Studie | 263 |
Nicolas Tsapos Die Konstitution von Patientenbildern in Krankenakten betreuter Patienten der Anstalt Bethel 1898-1945 | 301 |
Iris Hermann Krankheitsbeschreibungen. Krankheit und Tod in Texten von Montaigne, Jean Paul, Kafka, Beckett und Brodkey | 319 |
Über die Autoren | 341 |
Gisela Brünner, geb. 1951, ist Professorin für Germanistische Linguistik am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Universität Dortmund. Sie arbeitet besonders in den Bereichen linguistische Diskursanalyse, sprachliche Interaktion in beruflichen und institutionellen Zusammenhängen, Fach- und Wirtschaftskommunikation sowie Gesundheitskommunikation.
Elisabeth Gülich, geb. 1937, ist Professorin für Romanistik/Linguistik an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld. Ihre Arbeitsschwerpunkte im Rahmen der Konversationsanalyse sind Formulierungsverfahren, sprachliche Formelhaftigkeit und die Analyse von Erzählungen. In den letzten Jahren hat sie Forschungsprojekte im Bereich medizinischer Kommunikation, insbesondere zu Anfallskrankheiten durchgeführt.